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Die Geschichte Stolzenhagens
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Die ersten Besiedlungsspuren von Menschen in unserem
Gebiet stammen aus der Jungsteinzeit. Das war rund 7 000 Jahre nach der letzten
Eiszeit. Die Großsteingräber " Hünengräber", welche in
Stolzenhagen gefunden wurden, sind vor 5500 bis 3700 Jahren angelegt worden. Der Straßennamen
"Silberkistenweg" in Stolzenhagen rührt von einem solchen Fund. Nur
wurde aus den bescheidenen Grabbeigaben der Steinzeitmenschen im Laufe der
Überlieferung im Volksmunde immer größere Schätze und schließlich die
Silberkiste.
Vor etwa 2900 Jahren zogen
Urgermanen von Norden die Oder aufwärts und besiedelten auch unser Gebiet, bis
sie nach Westen abwanderten von den Ukranen, einen slawischen Völkerstamm
ersetzt wurden. Diese lebten in Stolzenhagen als Fischer mit
wenig Ackerbau, auf dem Burgwall und im Kietz. Auf dem Tempelberg ( heute
Spitzer Berg ) soll sich ihre Kultstätte befunden haben, an welcher vor 800
Jahren noch die heidnischen Naturgötter verehrt wurden. Die am Fuße des
Spitzen Berges gefundenen Urnenreste stammen wohl aus dieser Zeit ( sie wurden
nicht bewahrt, gelegentlich werden heute noch einzelne Scherben gefunden).
Gefäßscherbenfunde vom Fuße des Jungfernberges stammen ebenfalls von
jungslawischen Siedlungen.
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Vor 800 Jahren beginnt die
Christianisierung unseres Gebietes. Die Slawen (jetzt Wenden) werden ihrer
Rituale beraubt, werden Christen oder ziehen sich nach Süden (Spreewald ?)
zurück.
Auf dem Burgwall stand wahrscheinlich eine
Fluchtburg der Slawen. Danach, in der Zeit der Christianisierung soll sie eine
Trutzburg gegen die Heiden gewesen sein. So stellt es sich zumindest in der
Dorfchronik von Stolzenhagen dar . Gesicherte Beweise für eine Burganlage gibt
es nicht. Wir Stolzenhagener haben diese vermutete Burg jedenfalls vorsorglich
in unser Wappen aufgenommen. Der slawische Kietz ist aber noch 1335
beurkundet.
Mit der Christianisierung kamen auch deutsche Siedler
in unser Tal und damit auch der Ortsname Stolzenhagen, die alte slawische
Bezeichnung des Ortes ist verlorengegangen. Aber auch darin sind wir
Stolzenhagener nicht kleinlich: Stolzenhagen soll einmal Linow geheißen haben.
Ein Vorort von Linow hat diesen Namen in etwa behalten: er heißt heute Lunow (
Ortschronik 5.8.1c5.3. und Band 2, "3. Aus der Geschichte des Ortes").
Belegt ist allerdings, daß Ansiedlungen bei der Kirche in Lunow bis 1658 zu Stolzenhagen gehört haben.
Die Kirche von Stolzenhagen
wurde zwischen 1200 und 1250 von den
deutschen Siedlern gebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1737.
Das Herrenhaus von den
Stolzenhagenern "Schloß" genannt ist 1999 weitgehend originalgetreu
restauriert worden. 1543 wurde es als Steinhaus in Stolzenhagen urkundlich erwähnt.
Es wurde wahrscheinlich von Wolf von Frohnhöfer gebaut. Die Kirche und das
Steinhaus hatten im 30-jährigem Kriege erheblich
gelitten. Beide wurden 1737 in der heutigen Form von Carl Dietrich von
Holzendorf neu hergerichtet. Der Letzte Herr vom Gut Stolzenhagen war Major von Boeltzig.
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