| |
|
|
|
|
|
Der Grützpott
|
Nachdem wir bei der Buchsmühle das Fließ überquert und die Wege des Gellmersdorfer Forstes durchwandert haben erreichen wir nach
etwa einer Stunde Stolpe. Wir wollen den Stolper Turm einen Besuch abstatten. Es
ist nicht zu leugnen auch unsere Gegend war ein Burgenland wenn auch nur
traurige Reste davon übrig geblieben sind. Vor einem solchen Rest stehen wir
jetzt. Immerhin haben am Oderstrom, auf der Seite der heutigen deutschen Grenze
zu Polen 27 Burganlagen existiert. Steinbrüche gibt es in unserer
Gegend nicht und Ziegel waren teuer. So wurden die Burgen, wenn sie ihre
militärisch-strategische Funktion erfüllt hatten, verlassen und abgebrochen.
Die Steine der Burgen Hohenfinow und Eberswalde wurden im 18. Jahrhundert in den
Schleusen des Finowkanals vermauert.
Der Burgberg in Stolpe war bereits in der slawischen
Siedlungsperiode vom 7. bis zum 13.Jahrhundert einer Burg bebaut. Davon zeugen
die Oberflächengestalt der Landschaft und die Gräberfelder. Darüber
hinaus wurden 2 Schatzfunde aus dem 10/11. Jahrhundert gemacht. Die romanische
Turmburg wurde erst Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und diente den
Brandenburger Markgrafen zur der Absicherung ihres Territoriums gegen die
Pommern, welche unter der Oberhoheit der Dänenkönige standen. 1349 wurde die
Burg an die Pommern abgetreten und 1446 von Kurfürst Friedrich den Eisernen
zurückerobert. Danach verlor die Burg ihre strategische Funktion. Die Familie
von Buch wurde 1446 Lehnsherr von Burg und Stadt Stolpe und blieb Eigentümer
des Gebietes bis 1945. Der unterirdische Gang zum Turm (m - im rechten Bild)
wurde im 19. Jh von den Buchs angelegt.
|
|