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Der Jungfernberg
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Nachdem wir den historischen Boden des Burgwalls verlassen
haben und das untere Dorf, den ehemaligen wendischen Kietz, durchschritten
haben, gehen wir kurz auf die am Wege liegende Kanalbrücke und werfen
einen einen Blick in das Bruch. Auf der linken Seite vor uns wird es
begrenzt von den Abhängen des Krähenberges, auf der rechten östlichen Seite
von den Hügeln des Peetziger (Piasek) Forstes, einem Naturschutzgebiet auf
polnischen Gebiet. Die Steilheit der Hänge zum Bruch wird uns aber erst richtig
deutlich, wenn wir den Hangweg entlang wandern. Um zu den Jungfernbergen zu
gelangen, müssen wir die sumpfige Niederung eines "Trockentales"
überqueren. Diese Täler, die häufig an den Abfall des Barnim Plateaus zur
Oderniederung auftreten, zu denen auch das Stolzenhagener Tal gehört, haben
ihren Ursprung in der Eiszeit. Als der Boden noch Dauerfrostboden war, mussten
alle Schmelzwässer - da nichts versickern konnte- vom Plateau abfließen. Diese
Schmelzwässer haben Erosion an den Hängen verursacht, die uns heute als
idyllische Täler begegnen. In wenigen fließen nur noch Bäche. Die
meisten von ihnen liegen trocken (wenn auch nicht ganz). Aus diesem Grunde wurde
hier auch ein Knüppeldamm errichtet um trockenen Fußes die Jungfernberge
erreichen zu können.
An dem Jungfernbergen erwartet uns erwartet
ein Vegetationsbild welches fast das ganze Jahr einen natürlichen
Blumengarten darstellt. Besonders bemerkenswert sind die vielen Stauden des
Kreuz-Enzians, die im Sommer aber auch im Herbst mit ihren dunkelblauen
Blütenbüscheln zu den Höhepunkten der Flora Ostbrandenburgs gehören. Der
kundige Besucher wird zwischen den dichten Stauden und Gräsern auch die sehr
kleinen Rosetten des Sprossenden Donarsbartes entdecken, der hier im Gebiet um
Stolzenhagen sein einziges aktuelles Vorkommen in Norddeutschland hat.
Bilder zum Jungfernberg:
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